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[[de]]Was haben wir aus dem Projekt mitgenommen?[[en]]What have we learned from the project?

[[de]]Ständig wird von Kooperationen gesprochen. Sie werden von verschiedenen Seiten gefordert, angekündigt, oft gestartet und manchmal führen sie zu erfolgreichen Ergebnissen, die einen Gewinn für alle Beteiligten bedeuten. Wir haben erfahren, dass das Thema Kooperation sehr vielschichtig und es wert ist, genauer hinzusehen. Es gibt kein allgemeingültiges Rezept, das einfach übertragbar ist. Jede Gruppe von Kooperationspartnern muss sich neu auf den Weg machen und ihre Version des gemeinsamen Weges finden.[[en]]There is constant debate about cooperation. They are demanded from different directions, they are announced, often initiated and sometimes they lead to successful results - which mean a benefit for all participants. We have learned that the subject of cooperation is very complex and it is worth taking a closer look. There are no recipes that are simply transferable. Each group of collaborators must set off anew and find their version of the joint path.

Unser Angebot an die interessierten Gemeinden war zu wenig attraktiv. Wir haben Gemeinden einer Region eingeladen, gemeinsam zu überlegen, wo Bedarf nach mehr Kooperation besteht. Die Einladung erfolgte zusammen mit einer Zentrumsgemeinde. Grundsätzlich wurde das Angebot zuerst sehr begrüßt. Im weiteren Verlauf war entweder der Druck zu gering, eventuelle Hindernisse zu überwinden, oder die Ängste vor nicht abschätzbaren Folgen waren zu groß.

Ich möchte an dieser Stelle eine Kooperation mit einem Eisberg vergleichen. Alle kennen das - wir sehen nur das obere Drittel des ganzen Berges. Das Sichtbare in diesem Drittel sind die gemeinsamen punktuellen Aktionen einer Region wie Veranstaltungen, Feste usw. Diese sind wichtig. Sie führen die verschiedenen Menschen in Schlüsselpositionen zusammen und lassen Vertrauen wachsen.

Die erste der nicht sichtbaren Schichten ist die Veränderung der Gewohnheiten. Nicht jede Gemeinde sucht mehr selbst nach Lösungen, sondern Probleme und Themen werden gemeinsam besprochen, Lösungen abgestimmt und deren Umsetzung von allen betrieben. Das ist eine Veränderung der bisherigen Arbeitsweise. Und wie jede Veränderung ist sie nicht einfach. Im Rahmen von konkreten Projekten, sozusagen als Kooperation auf Zeit, kann diese Zusammenarbeit erprobt werden.

Die Erfahrungen in solchen Kooperationsprojekten helfen, in die nächste Schicht des Eisbergs vorzustoßen. Um Kooperationen über bloße Projektzeiträume hinaus erfolgreich werden zu lassen, braucht es eine strukturelle Verankerung. Eine passende Organisationsform, definierte Rollen und Entscheidungsstrukturen sind die Schlüssel dazu.

Kooperationen sind sehr zerbrechlich, wenn sie nicht die unterste Schicht des Eisbergs, die der Werthaltungen, einbeziehen. Gemeinsame Werthaltungen scheinen eine Kooperation stabiler und tragfähiger zu machen. Ein Weg dazu ist die Erarbeitung von gemeinsamen attraktiven Zielen. Natürlich ist das keine einmalige Angelegenheit. Die Ziele sollten in periodischen Abständen überprüft und eventuell auch angepasst werden.

"Sei groß genug, um zu Deinen Fehlern zu stehen, klug genug, um von ihnen zu profitieren und stark genug, um sie zu korrigieren" - John C. Maxwell

Wir haben gelernt, diese Vielschichtigkeit in Zukunft auch in unseren eigenen Kooperationen mehr zu beachten. Die Erfahrungen fließen in die Entwicklung unserer Programme und Angebote ein. Erfolgreiche Beispiele von Kooperation sind es wert, in Zukunft noch mehr in den Mittelpunkt gestellt zu werden. Der Gewinn für alle Beteiligten an einer Kooperation ist beträchtlich. Diese Beispiele machen Mut, sich diesem schwierigen Thema immer wieder anzunähern.

Our offer to the interested communities was not attractive enough. We invited municipalities from one region to jointly examine where cooperation is needed. The invitation was sent out together with a central municipality. Basically, the offer was very much welcomed at first. In the further process though, either the pressure was too low to overcome possible obstacles or the fears of unpredictable consequences were too great.

At this point I would like to compare a cooperation with an iceberg. Everyone is familiar with that phenomenon - we only see the upper third of the whole rock. The visible part in this third are the joint, selective actions of a region such as events, festivals, etc. These are important. They bring different people in key positions together and let confidence grow.

The first of the invisible layers is the change of habits. Not every municipality looks for solutions by itself. Instead, problems and issues are discussed together, solutions are agreed upon and implemented by all. That is a change of the previous way of working. And like any change, it is not easy. This cooperation can be tested within the framework of concrete projects, so to speak as cooperation on a temporary basis.

The experience gained in such cooperation projects helps to move on into the next layer of the iceberg. Structural anchoring is needed in order for cooperation to be successful beyond the project periods. A suitable organisational form, defined roles and decision-making structures are the keys to this.

Cooperation is very fragile if it does not include the lowest layer of the iceberg, the values. Common values seem to make cooperation more resilient and sustainable. One way of accomplishing this is to work out common attractive goals. Of course, this is not a one time effort. The goals should be reviewed periodically and adjusted if necessary.

"A man must be big enough to admit his mistakes, smart enough to profit from them, and strong enough to correct them" - John C. Maxwell

We have learned to pay more attention to this complexity in our own cooperation projects in the future. Our experience is incorporated into the development of our programs and initiatives. Successful examples of cooperation are worth focusing on even more in the future. The benefits for all those involved in a cooperation are remarkable. These examples encourage us to approach this difficult topic on an ongoing basis.

Stefanie Bauer

B.A. – Nachhaltiges Tourismusmanagement
Zuhause im Chiemgau
Mitarbeiterin bei „Allianz in den Alpen
“ 
Alpen, Nachhaltigkeit, Tourismus, Kommunikation – in meiner Anstellung beim Gemeindenetzwerk „Allianz in den Alpen“ kann ich das Erlernte und die Themen, für die mein Herz schlägt, vereinen und anwenden. Während der Projektarbeit für „Stadt und Land im Fluss“ habe ich viel über regionale Zusammenarbeit und nachhaltige Gemeindeentwicklung in allen möglichen Facetten gelernt und erfahren, welches ich euch nun mit auf den Weg geben möchte.